Im Münchner Haus der Kunst ist bis zum 10. Februar eine Ausstellung zu sehen mit dem Titel «ECM – eine kulturelle Archäologie». Sie ist die Präsentation eines Plattenlabels als Gesamtkunstwerk, aber auch als Musterfall der Recherche nach der ungreifbaren Zeit. Fand ECM einmal für den ebenso vielfältigen wie stringenten Korpus seiner Musik die wunderbare Formel «the most beautiful sound next to silence», könnte über der Münchner Retrospektive eine Zeile aus Dylan Thomas’ Hörspiel «Under Milk Wood» stehen: «Time passes. Listen. Time passes.» Sie gilt für alle Musik, aber besonders für ein Unternehmen insgesamt, das sich Edition of Contemporary Music nennt.
Auch die ...