Herr Lezzi, können wir angesichts der geschrumpften Bestände und der vernachlässigten Ausrüstung der Armee heute überhaupt noch von einer bewaffneten Neutralität der Schweiz sprechen?
Wir können von einer bewaffneten NeuÂtralität sprechen. Die Antwort auf diese Frage ist ja immer abhängig von der internationalen Lage, von der Wahrnehmung der Risiken und Gefahren, mit denen die Schweiz konfrontiert ist. Dieses Bild ändert sich natürlich laufend – und damit auch die Neutralitätspolitik. Im Kalten Krieg musste man sich auf eine ganz andere Bedrohungslage ausrichten als heute. Damals hatte die Armee einen EffektivÂbestand von weit über 700 000 Soldaten. Nun, mit dem Konzept de ...