Eine Pop-Ikone des frech kalkulierten Exhibitionismus wie Madonna ist sie nicht; ein postmoderner Vamp à la Angelina Jolie auch nicht. Laszive Kindfrau oder Femme fatale? Nein, aber spielen könnte sie alle. Vielleicht, weil sie etwas von einem Dornröschen hat, das sofort erwacht, wenn es in eine Rolle schlüpft.
In «Hannibal» (2001), der Fortsetzung von «Silence of the Lambs», leistet sie dem delikaten Menschenfresser Dr. Lecter beim abendlichen Dinner Gesellschaft – nicht gerade freiwillig. Sie ist verletzt und wurde von Lecter unter Morphium gesetzt. Aber er ist vernarrt in sie und braucht sie beim schauerlichen Mahl an seiner Seite. Sie kämpft gegen die Droge und den Ekel, flatt ...