Es riecht gut bei Ingrid Deltenre im siebten Stock des SF-DRS-Hochhauses in Zürich Leutschenbach – es riecht nach frischem Kirschholzparkett. Seit dem 1. Januar 2004 ist die 44-Jährige Direktorin des Schweizer Fernsehens; zuvor hatte sie die längste Zeit ihres Berufslebens zwar bereits im publizistischen Gewerbe, doch auf dessen Verlags- und Marketingseite gearbeitet. Als Nachfolgerin des virtuosen Machtapparatbespielers Peter Schellenberg stellt sich Deltenre neuen Herausforderungen. Mit den boulevardigen und realityesken Tendenzen aus dem Privatfernsehen vor allem ist umzugehen und zu definieren, wie weit man dem Trend zur öffentlichen Ausbreitung des Privaten respektive zu dessen me ...