Kultursendungen im Fernsehen funktionieren selten. Kaum haftet das ÂEtikett «Kultur» am Bildschirm, wird das Zuschauen zur Qual: Die Posen der Moderatoren, der Aufbau der Beiträge, alles kommt entweder angestrengt schwermütig oder angestrengt locker daher, etwas anderes scheint es in dem Genre nicht zu geben, eine Kostprobe dieses Übels gibt es täglich um 19.20 Uhr in der Sendung «Kulturzeit» auf 3sat. Hochkultur und Fernsehen, das ist wie wenn sich klassische Orchester mit Rockmusikern zusammentun: So löblich die Absicht, das Resultat ist meist ungeniessbar.
Es gibt aber Ausnahmen. Eine davon beim Schweizer Fernsehen. Nein, es geht hier nicht um die Sendung «Kulturplatz», sonder ...