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Die Beute im Blick
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Die Beute im Blick

Marine Le Pen öffnet die Partei ihres Vaters für neue Wähler. Im Ausland verschmäht, ­zu Hause beim ­Establishment gefürchtet, arbeitet die schillernde Chefin des Front national minutiös am grossen ­Durchbruch. Jetzt scheint er in Griffnähe. Porträt einer Frau im Aufwind. 1. Teil.
Alles, was wir von ihr wissen, wissen wir aus TV, Funk und Presse. Marine, das ist die Blonde mit fanatischer Abneigung gegen alles, was fremd ist und anders. Marine, das ist die «Tochter des Teufels» mit Hang zu knappen und zu simplen Antworten. Marine dröhnt in Mikrofone: «Die Franzosen zuerst!» Marine, immer unterwegs zu den Verdammten und den Verlierern, ihr Netz auswerfend. Marine, gefährlich wie eine Rattenfängerin. Nur hin und wieder keimen Zweifel: Ist die Seele dieser Frau tatsächlich schwarz wie die Nacht? Ist ihr Erfolg nur die Krise der andern? Seit einem Jahrzehnt feilt die Chefin des Front national (FN) an ihrem Plan, der sie nach ganz oben bringen soll, in den Elysée- ...
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