Zum dritten Mal haben die französischen Sozialisten am vergangenen Sonntag die Präsidentschaftswahlen verloren, noch nie seit den sechziger Jahren hat die gesamte Linke in einem ersten Wahlgang so wenig Stimmen gemacht (35 Prozent), nie hat eine linke Kandidatin im zweiten Durchgang ein derart schlechtes Resultat erreicht (47 Prozent). Die französische Linke, der es so lange gelungen ist, in einem eher konservativen Land die Politik zu prägen, ist an einem Tiefpunkt angelangt. Würden im Juni nicht die Parlamentswahlen anstehen, fielen die Clanführer der sozialistischen Partei bereits jetzt übereinander her. Schlecht gelaunt geloben sie Einigkeit, während sie hinter dem Rücken den Do ...