Als EZB-Präsident Mario Draghi Ende Juli orakelte, die EZB werde alles tun, um den Euro zu retten («Und glauben Sie mir, es wird genug sein»), wusste noch niemand recht, was man sich darunter vorzustellen hat. Auch beim darauffolgenden Treffen des EZB-Rates Anfang August blieb Draghis Kriegserklärung an die Finanzmärkte, die dem Euro nicht mehr trauen, unkonkret. Erst letzte Woche liess er die Katze aus dem Sack, die vor allem von US-Ökonomen seit langem geforderte «Big Bazooka»: Die EZB legt ein Programm auf, um unbegrenzt Staatsanleihen von Ländern zu kaufen, die sich den Sparbedingungen des Rettungsfonds ESM fügen. Kraft dieses Bekenntnisses sanken sofort die Zinsen, die Länder ...