Der Fall sorgte im Sommer 2014 für Empörung und Entsetzen. Am 5. Juli schickte die Schweizer Grenzwache in Brig die im siebten Monat schwangere Suha Jneid durch den Simplon nach Italien, obwohl sie unter Schmerzen litt und kaum noch gehen konnte. Die Schweizer avisierten ihre italienischen Kollegen über das Problem und baten diese, medizinische Hilfe zu organisieren. Doch als die Ärzte die 22-jährige Syrerin eine halbe Stunde später in Domodossola in Empfang nahmen, konnten sie nur noch den Tod des Fötus feststellen. Es war ein Mädchen, es hätte Sara heissen sollen.
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