Tatsächlich kann man Bundesrätin Micheline Calmy-Rey nicht vorwerfen, sie habe bei der Aufnahme von jungen Diplomaten ihre 50-Prozent-Frauenquote ohne Warnung durchgezwängt. Schon im Jahr 2003, als die Aussenministerin ihr Amt antrat, kamen auf sieben Männer sieben Frauen, und auch 2004 war das Verhältnis der Geschlechter (fünf zu fünf) exakt ausgewogen. Unter Calmy-Reys Vorgängern war das noch anders: 2002 stand das Verhältnis zwei (Frauen) zu elf (Männer), ein Jahr zuvor sieben zu dreizehn – aber auch mal acht zu sieben im Jahr 2000.
Nun hat Calmy-Rey ihre Quotenpolitik derart auf die Spitze getrieben, dass drei Mitglieder der Zulassungskommission für Diplomaten unter Protest ...