Es gibt im Jazz inzwischen viel Museales. Improvisierte Musik ist der Zeit mehr ausgeliefert als geschriebene, und so haftet an ihr zuweilen das Odeur des Zeitgeists, dem sie entstammt. Jazzgeschichte ist nicht nur eine Abfolge von Stilen, sondern auch von Moden, unvermeidlich bei einer Musik, die ihrer Entstehung nach mit einem Bein in der Gosse respektive der Unterhaltungsmusik stand. Eine deklarierte «Kunstmusik» wurde sie, von Ausnahmen abgesehen, erst in den vierziger Jahren. Es gibt also Jazz, der steht etwas angestaubt in den Vitrinen (und den, der am angestrengtesten Kunst sein wollte). Dann gibt es die Rekonstruktionsversuche jüngerer Musiker, die mir vorkommen wie der Wiederaufb ...