Entweder bin ich zu spät geboren (1973) oder mein Interesse für gutes Essen entwickelte sich mit Verzögerung, jedenfalls war es mir nicht vergönnt, einige der grossen Schweizer Küchenlegenden persönlich zu erleben. Frédy Girardet etwa, der aus dem Bistro seines Vaters in Crissier VD eines der besten Restaurants der Welt machte und vom «Gault Millau» zum «Koch des Jahrhunderts» erkoren wurde, hatte sich längst zurückgezogen, als ich mich für gute Restaurants zu interessieren begann.
An mein erstes und einziges Mal bei Girardets Nachfolger Philippe Rochat erinnere ich mich hingegen, mit leichtem Schauer über die damalige Inneneinrichtung und die Kellner, die uns mit strengem Bl ...