Wer hoffte, «De-Loused In The Comatorium» (2003) sei die extremste Wiederanknüpfung an den progressiven Rock der frühen Seventies, dem wird mit «Francis The Mute» der bare Alptraum zuteil – oder auch der göttlichste Freudenfunken. Die bis zu dreissig Minuten überlangen fünf Songs mussten aufgeteilt werden, damit das Werk nicht als billige EP verkauft werden muss – ein schlechter Witz, denn die CD ist bis an den Rand gefüllt. Massiv übertrieben hat vor allem Gitarrist Omar Rodriguez. Fast jeder Song wird nach etwa drei, vier Minuten an eine Felskante geführt, von der dann die Gitarre erst richtig abhebt – zum Ikarusflug, zum ewig scheinenden freien Fall, die irrsten Tagträu ...