Die Älteren unter uns erinnern sich noch an die Debatten in den sechziger und siebziger Jahren, als darüber gestritten wurde, ob man Baader-Meinhof-Bande oder Baader-Meinhof-Gruppe sagen sollte. Es war mehr als eine semantische Differenz. Wer «Bande» sagte, gab sich als Anhänger des Polizeistaats zu erkennen, in dem Wort «Gruppe» kam ein gewisses Verständnis für die Aktionen der Baader-Meinhof-Was-auch-immer zum Ausdruck. Nur den Opfern der RAF war es egal, ob sie von einer Bande oder einer Gruppe umgebracht wurden.
Eine ähnliche Diskussion spielte sich nach dem Fall der Mauer ab. Hat es in der DDR einen Schiessbefehl gegeben, oder handelten die sogenannten Mauerschützen auf eigen ...