Eine der rührendsten Szenen, die die Geschichte hervorbringen kann, fand am 10. April 2003 zur Hauptsendezeit im weltweiten Fernsehen statt. Mit wirrem Blick und nicht minder wirren Haarsträhnen verkündete Mohammed al-Duri, der Uno-Botschafter des Irak, den lapidaren Satz: «Das Spiel ist aus!» Von der Journalistenmeute durch die Korridore des Uno-Hauptquartiers in New York gehetzt, knallte er eine Tür hinter sich zu, öffnete sie noch einmal kurz und ergänzte melancholisch: «Ich werde abreisen!» Tatsächlich fuhr al-Duri wenige Tage später nach Bagdad, um in den Trümmern nach seiner Familie zu suchen, von der er monatelang nichts gehört hatte. In einem bewegenden Interview erklä ...