Irene Khan wird 1956 in Bangladesch als Tochter eines Arztes geboren und wächst in privilegierten Verhältnissen auf. Ihre Jugend ist überschattet vom Bürgerkrieg. Als das Militär 1971 die Hauptstadt Dhaka besetzt und die halbe Stadt in Flammen steht, sitzt Irene Khan auf dem Bett und liest «Vom Winde verweht». («Ich bildete mir ein, das sei Atlanta und ich Scarlett O’Hara.») Der Vater schickt sie auf eine katholische Schule nach Irland. Sie studiert Jura an der Harvard Law School und arbeitet später als Uno-Hochkommissarin für Flüchtlinge. Als sie 2001 zur Generalsekretärin von Amnesty International gewählt wird, gilt sie als Hoffnungsträgerin. Sie ist die erste Frau, Asiati ...