Estlands Zukunft soll rosig aussehen. Rosiger jedenfalls als die Fassade des zweistöckigen unscheinbaren Gebäudes im Zentrum der Univer-sitätsstadt Tartu. Aussen blättert die Farbe ab, doch innen ist der Bau ein Hochsicherheitstrakt – videoüberwacht und mit Türen, die sich nur mit elektronischem Zugangscode öffnen lassen. Über den wichtigsten Raum ist nur wenig bekannt: Er hat extradicke Wände und dürfte kaum mehr als zwanzig Quadratmeter messen. Es gilt die allerhöchste Sicherheitsstufe; maximal drei Personen haben Zugang.
Ein guter Ort, um einen Schatz zu lagern. Keinen Goldschatz, keine Diamanten, nein. Es handelt sich um einen zeitgenössischen Schatz, der aber nicht minder ...