Auch Frankreich ist nicht mehr, was es einmal war. Das Land, das der Welt zwar die Französische Revolution geschenkt und seinen König öffentlich enthauptet hatte, zögerte trotzdem nie, seine Regierungs- und Verwaltungseliten in Palästen logieren zu lassen und mit Privilegien zu überhäufen. Jetzt scheint plötzlich neue Bescheidenheit angezeigt: Hervé Gaymard, Chirac-Intimus und frisch gekürter Finanzminister, wurde letzte Woche angewiesen, aus der luxuriösen 600-Quadratmeter-Wohnung wieder auszuziehen, die er für sich und seine kinderreiche Familie angemietet hatte und die als «Dienstwohnung» vollumfänglich vom französischen Staat bezahlt worden wäre.
Seit das Satire- und Ent ...