Mit dem Debattieren hat sie es nicht so. Unlängst, als sie in ein Café ging, rief ihr ein Mann «Kriegstreiberin» hinterher. Sie drehte sich auf dem Absatz um, baute sich vor seinem Tisch auf und fragte, ob er das wiederholen wolle. «Kriegstreiberin», sagte er. «Arschloch», antwortete sie ihm und stapfte davon. So jedenfalls schildert sie selbst die Szene, und es stimmt schon: Wenn es um den Ukraine-Krieg geht, fällt es Marie-Agnes Strack-Zimmermann schwer, zuzugestehen, dass es auch andere Meinungen geben könnte. Mit dem Unterschied, dass sie in Interviews oder im Bundestag weniger direkte Worte verwendet.
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