Das gefeierte Frauenjahr 2019 hat viele neue Politikerinnen auf einer lila Welle ins eidgenössische Parlament getragen. Eine von ihnen ist die St. Gallerin Susanne Vincenz-Stauffacher. Im letzten Herbst wurde sie in den Nationalrat gewählt, und seit einem halben Jahr steht sie an der Spitze der FDP-Frauen Schweiz. Wir treffen die 53-Jährige in einem Café in Zürich; links unterhält sich eine Gruppe junger Männer, rechts sitzen Frauen vor ihren Computern. In dieser Umgebung ist die Frage noch berechtigter, als sie es ohnehin schon ist: Warum braucht es im Jahr 2020 noch eine Frauenpartei? Zumal bei der FDP mit Petra Gössi eine Frau an der Spitze steh ...