René Tinner empfängt die Weltwoche in der Nähe von Köln, wo er seit Jahrzehnten lebt. Als kaum Zwanzigjähriger folgte er Anfang der Siebziger dem Ruf der Krautrock-Band Can und kehrte nie mehr in die Schweiz zurück. Der Bäckerssohn arbeitete zuerst als Roadie, vertiefte sich dann immer mehr in die Technik der Musikproduktion. Bis 2003 leitete er knapp 25 Jahre lang das bekannte Can-Studio, das heute Teil des deutschen Rock-’n’-Pop-Museums ist. Er war als Sound-Engineer, Produzent und Aufnahmeleiter an über 200 Alben beteiligt – auch am Schweizer Welthit «The Captain of Her Heart» (1985) oder an Lou Reeds «The Bells» (1979). Tinner ist ein ruhiger, bescheidener Typ mit ...