Immer, wenn er sein Geld besuchte, stieg er im «Baur au Lac» ab und schmiss elegante Dinnerpartys für Freunde. Bei Bruno H. Schubert, dem ehemaligen Mäzen und Eigner von Henninger-Bräu, der sich gern Konsul Schubert nennen liess (er war Honorarkonsul von Chile), eingeladen zu sein, war eine Ehre. Jetzt ist er postum (er ist im Oktober 2010 im Alter von neunzig Jahren gestorben) wieder in den Schlagzeilen: Seine Witwe, dreissig Jahre alt, soll sechs Millionen Euro Steuern nachzahlen.
Rein optisch war Konsul Schubert eine etwas bizarre Erscheinung. Auch im hohen Alter meist in enger schwarzer Lederkluft, das bläulich schimmernde Haar toupiert, oft mit einem Handtäschchen und immer mi ...