Jahrzehntelang wurde er erforscht – und dennoch hat der gewöhnliche Schnupfen erst wenige seiner Geheimnisse preisgegeben. Es beginnt schon beim Namen: In fast allen indoeuropäischen Sprachen spielt das Wort für die Krankheit auf das Wort fürtiefe Temperaturen an. Im Italienischen heisst die Erkältung «raffreddore» und kommt von «freddo» (kalt, Kälte). In Hindi bezeichnet «sardi» sowohl das Abgekühltwerden als auch die Erkältung selber.
Die Vorstellung, dass Kälte das Schnupfenrisiko erhöhe, ist alt und fast weltweit verbreitet – es gibt aber keinen wissenschaftlichen Beleg dafür. Eine der ersten Studien dazu hat Christopher Andrewes vom Common Cold Research Unit im engl ...