Sein Name klingt wie eine Melodie – Antonin Nompar de Caumont, Marquis de Puyguilhem, späterer Herzog von Lauzun. Doch so nobel die Etikette, so heikel die Aktivitäten des Mannes. Am frühen Morgen des 20. Dezember 1688 war der adlige Franzose damit beschäftigt, ein Kind zu entführen oder zu retten – je nach Lesart. Jedenfalls setzte der Franzose mit Ammen und Soldaten ans südliche Themse-Ufer von Lambeth in London über: Die klandestine Gruppe hatte ein Königskind dabei, den sechs Monate alten Sohn des ungeliebten englischen Regenten Jakob II. Sie sollte den Säugling nach Frankreich in Sicherheit bringen. Denn für den katholischen Jakob II. und die Königsfamilie wurde e ...