Diesmal kommt die Meldung vom Bielersee: «Wieder zu viel Chlorothalonil im Trinkwasser», titelte das Bieler Tagblatt dieser Tage. Der Text tönt dann zwar weniger dramatisch: Die Wasserqualität des Bielersees unterliege grossen Schwankungen, und im Sommer habe die Energie- und Wasserversorgung Biel Massnahmen zur Trinkwasseraufbereitung ergriffen, die nun nicht so wirksam seien wie erwartet. Aber alarmistische Titel sind beim Thema Trinkwasser für Medien praktisch der Normalfall. Chlorothalonil ist ein Wirkstoff, der im Pflanzenschutz zur Pilzbekämpfung dient und in Verruf geraten ist. Seit 2020 ist dessen Anwendung in der Schweiz verboten.
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