Die erste Leiche war ein Mann», hat der grosse französische Dichter Jean Genet geschrieben: «Ein Teil des schwarz gewordenen Hirns hatte sich auf den Boden ergossen. Der Körper lag in einer Pfütze schwarz geronnenen Bluts.»
Es sind Sätze, mit denen Genet das Grauen der Massaker von Sabra und Schatila 1982, verübt von maronitisch-katholischen Milizionären an palästinensischen Flüchtlingen im Libanon, in Worte fasste. Das literarische Zeugnis wurde zum Fundament der Verklärung der Palästinenser zum emblematischen Volk, das man aus seiner Heimat vertrieben habe und das heroisch gegen die Besatzer kämpfe. Dessen Schicksal wird jenem der Juden gleichgestellt – jahrtaus ...