Stuart Pigott ist ein grosser Weinkenner und ein guter Schreiber und einer, dem es Spass macht, gegen Tabus zu verstossen. Etwa, indem er im knallbunten Outfit an Veranstaltungen auftritt, für die sich andere mindestens ins Anthrazitgrau von Armani oder Zegna stürzen. Als ein germanophiler Brite an sich ein schräger Vogel (seine Bücher haben zwar Titel wie «Schöne neue Weinwelt» oder «Wein weit weg», aber seine Kolumne in der FAZ am Sonntag befasst sich vorwiegend mit deutschen Gewächsen), ist er immer darauf aus, des Kaisers neue Weine zu entlarven oder proletarische Trouvaillen zu preisen. Er lebt in Berlin, und zuweilen liebt er mit seiner Frau Ratespiele bei Blindverkostungen ...