Angesichts der Gräueltaten des Islamischen Staats (IS) wird allenthalben beteuert, die hätten «nichts zu tun mit dem wahren Islam». Dies gilt zum Beispiel für die traditionellen Religionsvertreter. Dabei haben sie freilich im tiefsten Innern nur eine Idee. Eine Idee, die ihre Ausbildung geprägt hat und den Kern ihres Berufs ausmacht: dass nämlich die Scharia nicht wie zurzeit nur in Bezug auf die Stellung des Einzelnen und als Kodex zur Regelung des Familienlebens angewandt werden soll, sondern auch darüber hinaus, worunter vor allem die Frauen zu leiden hätten.
Dies gilt auch für die «nichtdschihadistischen» oder «gemässigten» islamistischen ÂBewegungen. Sie vertreten ein � ...