Feinschmecker boykottieren fürs Leben gern. Regelmässig trifft ihr Bannstrahl irgendwelche Nahrungsmittel oder Restaurants. Essgewohnheiten und Stammlokale geben sie über Nacht auf, wenn ein Produzent, Wirt, Küchenchef oder Serviceangestellter sich danebenbenimmt. Manchmal braucht es lediglich ein Schneckchen im Salat.
Vor allem aber Befreiungsschläge in Form von Personalwechseln werden, anders als im Fussball, nicht honoriert. Erst recht nicht, wenn dabei die gute Seele eines Restaurants hinausgeekelt wird. Dieses Verbrechen verdient in Gourmetkreisen meist die Höchststrafe: Boykott eben, verbunden mit entsprechender Mund-Negativpropaganda. Sie wurde von meinem Bekanntenkreis auch ü ...