Abseits der zerstörten Innenstadt, im Schatten des Schreckens, liegt ein Tennisplatz, von Beben und Flut völlig verschont. Wann wird hier wieder gespielt? «Vielleicht in einem Monat», sagt Febi Orida, 23, «wir erholen uns schnell.» Die Antwort der Studentin, die selbst Verwandte durch die Flutwelle verloren hat, mag übertrieben optimistisch klingen an einem Ort, an dem Tausende in Flüchtlingscamps leben und noch immer Tote in Plastiksäcken am Strassenrand liegen. Und doch beschreibt genau sie die Stimmung in Banda Aceh am Tag neun nach der Katastrophe und auch die Mentalität der Menschen, die hier leben. «Wir haben viel geweint und getrauert, jetzt blicken wir wieder nach vorne», ...