Weltwoche: Herr Chirbes, kennen Sie Marcel Reich-Ranicki?
Rafael Chirbes: Nicht persönlich. Aber ich habe seine Autobiografie gelesen. Warum fragen Sie?
Ihre Bücher sind im deutschen Sprachraum vor allem dank der Sendung «Das literarische Quartett» bekannt geworden. Und dies ausgerechnet bei einem Schriftsteller, der das Fernsehen dumm und oberflächlich findet.
Ja, der Beruf des Schriftstellers hat auch seine ironischen Seiten.
Gibt es auch in Spanien Kritiker oder Sendungen, die ein Buch im Handumdrehen erfolgreich machen?
Nein. Was es gibt, sind Medienunternehmen wie Prisa, die Fernsehsender, Zeitschriften, Verlage, Radiostationen und Kulturzeitschriften besitzen. Wenn die sich zu ei ...