Neulich weilte ich als Gast bei Verwandten und stellte fest, dass ich zunehmend ungeduldig wurde, was die Gewohnheiten dieser Familie betraf. Sie standen nämlich später auf als ich und gingen den Tag mit unglaublicher Langsamkeit an, indem sie wie Lazarus in Pantoffeln und Morgenmänteln durchs Haus schlurften, gähnten und unzählige Tassen Tee tranken. «Ich bin tot, bis ich meinen Tee gehabt habe», sagte meine Gastgeberin immer wieder: «Ohne Tee kann ich den Tag nicht anfangen.» Während der Morgen dahinschwand und ein spätes Frühstück zu einem frühen Mittagessen geriet, fragte ich mich voll Bitterkeit, warum sich so viele Leute vom erquickenden nächtlichen Schlaf erholen müsse ...