Die irre Welt des Evo Morales
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Die irre Welt des Evo Morales
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Kopf der Woche

Die irre Welt des Evo Morales

Der gestürzte bolivianische Caudillo ist ein Meister der Täuschung. Seine ganze Karriere fusst auf dem Kokain-Business, doch es gelang ihm, die Mafia auf Distanz zu halten. Hinter der Fassade des Indianers versteckt sich ein wendiger Pragmatiker.
Die Ära Evo Morales hörte, kurz nach seinem sechzigsten Geburtstag, dort auf, wo sie zwei Jahrzehnte zuvor begonnen hatte: im Dschungel der Provinz Chapare, der Kokain-Hochburg von Bolivien am südlichen Ausläufer des Amazonasbeckens. Hier startete er als Anführer der Koka-Gewerkschaft – eine Funktion, die er auch während seiner Amtszeit als Präsident von Bolivien nie abgegeben hat – in den 1990er Jahren seinen Marsch auf La Paz. In den Chapare zog er sich nach seinem Sturz am 10. November zurück. Die Koka-Gewerkschafter sorgten dafür, dass Morales lebend nach Mexiko ausgeflogen werden konnte. ...
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