Herr Updike, Sie sind längst in einem Alter, wo andere den Ruhestand geniessen. Von Ihnen aber erscheint fast jährlich noch ein neues Buch. Hat Sie nie das Gefühl beschlichen, ausgeschrieben zu sein?Als ich vor ein paar Monaten siebzig wurde, fühlte ich mich tatsächlich von einem Tag auf den anderen viel älter und verbrauchter. Plötzlich sah ich mich mit der Möglichkeit konfrontiert, als Schriftsteller vielleicht schon alles gesagt zu haben, was ich zu sagen hatte. Bedauerlicherweise wird man in meinem Beruf nicht einfach in Rente geschickt, niemand gibt mir eine goldene Uhr, richtet ein Abschiedsessen für mich aus und erklärt mir, nun bitte schön den Griffel aus der Hand zu legen ...