In Finanzkreisen fragt man sich noch heute, wer die Kommando-Operation veranlasst hat. Anfang April enterten zwanzig Uniformierte den TGV von Genf nach Paris. Sie interessierten sich vor allem für die Reisenden im Anzug und mit Krawatte. Ihnen nahmen sie die Blackberrys ab und kopierten deren Inhalt auf die mitgebrachten Laptops. Dann verschwanden die Unbekannten spurlos. Seither sind Schweizer Banker, die in Frankreich unterwegs sind, vorsichtig und beugen vor: Sie reisen mit leeren Handys und ohne Visitenkarten ihrer Kunden.
Die französische Zolldirektion behauptet, sie wisse von nichts. Wie bereits in den achtziger Jahren, als sie Landsleute in Genf beim Betreten einer Bank fotografiert ...