Zwischen den Stuhlreihen der Kirche liegen zerstückelte Leichen. Abgeschlagene Gliedmassen, zertrümmerte Schädel, blutzerklumpte Kleider, verdorrte Hautfetzen, Oberschenkel im fortgeschrittenen Stadium der Verwesung, verstreute Wirbelknochen, Fingerglieder, Zähne. Das Szenarium hat etwas Unwirkliches, künstlich Arrangiertes - Nature morte, ein Stillleben der Grausamkeit. Unsere Wahrnehmung will sich in ästhetische Kategorien flüchten, weil die Wirklichkeit unerträglich ist. Weil es einfach nicht wahr sein kann, nicht wahr sein darf, was wir in der Kirche von Ntarama sehen. Aber da ist dieser unsägliche Leichengestank. Und die Stille. Die Totenstille, die aller Auslöschung folgt.
Da ...