Die Kette des Versagens
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Die Kette des Versagens
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Die Kette des Versagens

Nach dem Mord an Adeline M. rollten bei den Genfer Strafvollzugsbehörden Köpfe. Doch am System wurde wenig geändert. Die Therapeuten und psychiatrischen Gutachter, die den Freigang des ­gefährlichen Häftlings Anthamatten ermöglichten, gingen unter dem Radar durch. Teil 4.
Jede Woche habe er zwei bis drei Dossiers von Häftlingen auf dem Pult, die er im Hinblick auf eine Vollzugslockerung beurteilen müsse, erklärte der Genfer Sicherheitsdirektor Pierre Maudet (FDP) ein Jahr nach dem Mord an Adeline M. in einem Interview mit Le Temps. Das sei die vielleicht schwierigste Aufgabe in seinem Amt. Wohl stütze er sich auf die Gerichtsurteile und die Empfehlungen der Experten, doch am Ende müsse er sich auf seinen In­stinkt verlassen. Genf sei der einzige Kanton, in dem der Freigang von gefährlichen Häftlingen auf politischer Ebene entschieden werde. Im Fall von Adeline M. war Maudet von dieser Last befreit. Véronique Merlini, Direktorin der Anstalt «La Pâqu ...
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