Nie war vorauseilender Gehorsam niederträchtiger: Zum Schluss der Aufsichtsratssitzung vom 29. März 1938 kam Karl Gelpcke, der Vorstandsvorsitzende des Berliner Zoos, auf die Frage der «Einschränkung des Besuchs des Zoologischen Gartens durch Nichtarier». Diskutiert wurden die «Anlegung eines zweiten Kinderspielplatzes für Judenkinder» und die «Fernhaltung von Juden von den Freistühlen vor dem Konzertpavillon». Nur eines hemmte den Vorstand in seinem antisemitischen Furor: Bedenken, dass die Nazis die Massnahmen nicht goutieren könnten. Daher regte der Zoo-direktor Hans Ammon an, vor Einleitung der Massnahmen zuerst einmal beim zuständigen Gauleiter anzufragen, «wie weit der Zo ...