Die Geschichte der «grössten unabhängigen linken Zeitung der Schweiz» ist, böse Ironie, geprägt durch das wiederholte Scheitern an der ökonomischen Realität. Stets stellte die Wochenzeitung, kurz WOZ, ihre politischen und publizistischen Ansprüche vor die Zwänge der real existierenden Wirtschaft. Geriet sie in die nächste Krise, appellierte sie jeweils an die Solidarität ihres Publikums, betonte ihre Einzigartigkeit oder vergrösserte ihr Angebot in der Hoffnung, neue Kunden zu gewinnen.
Heute sind die Kassen wieder leer, ruft die WOZ eine «Überlebenskampagne» aus und ihre «Lieben LeserInnen» zum Spenden auf. Seit der letzten Sammelaktion, als das linke Traditionsblatt 6500 ...