Seit Jahren beschäftigen bei Suhrkamp die personellen Abgänge mehr als der literarische Zuwachs. Und am allermeisten gibt Ulla Unseld-Berkéwicz selbst zu reden, die Witwe und Nachfolgerin des Suhrkamp-Patriarchen Siegfried Unseld, deren Führungsstil dafür sorgt, dass man beim berühmten, von George Steiner geprägten Wort «Suhrkamp-Kultur» heute weniger an den beispielhaften Umgang mit verbannten und geächteten Autoren denkt, sondern schon eher an die zumindest in der Verlagswelt beispiellose Verstossung von missliebigen Verlags-, Geschäfts-, Lektorats- und Vertriebsleitern aus dem Hause Suhrkamp. Auch ein noch von Siegfried Unseld bestimmter Stiftungsbeirat, der über «Kontinuitä ...