Seit dem Abend des 25. Juni, als Orrin Keepnews, der Produzent des einst massgebenden Plattenlabels Riverside, in einem Klub in Berkeley die Mikrofone für diese Live-Session aufbauen liess, sind mehr als sechzig Jahre vergangen. Das ist länger, als der «Jazz» bis dahin gelebt hatte, seit den mythenumwobenen Frühzeiten im New Orleans vor dem Ersten Weltkrieg, als zwar das Rad schon erfunden war, aber das Automobil eben erst seit kurzem, und wer Musik hören wollte, musste sich leibhaftig dorthin bemühen, wo sie gespielt wurde. Keepnews’ Marke trug einen etwas irreführenden Namen, denn mit der Musik von «Down by the Riverside» hatte sie wenig zu tun. Sie war am Puls ...