Das Erstaunlichste an John Surman ist nicht seine Vielseitigkeit. Dass er sich seit den sechziger Jahren ungefähr mit jeder Musik beschäftigte, an der ihn sein Lebenslauf vorbeitrieb. Als Kind sang er in Knabenchören, und eine Vorliebe für alles Choralische ist ihm lebenslang geblieben. Gross geworden in der heissen britischen Szene der sechziger Jahre, stürzte er sich in Rock-Abenteuer (u. a. mit seinem Landsmann John McLaughlin), suchte in kleinen Combos nach der heiklen Balance zwischen spontan entwickelten Formen und waghalsigen Ausbrüchen; führte, nachdem er die Elektronik entdeckt hatte, in seinen Soloproduktionen Selbstgespräche auf dem Bariton-Sax, dem Soprano, der Bassklarin ...