Eigentlich machte Michael Ringier in den letzten siebzehn Jahren vieles richtig. Seit er den Machtkampf gegen seinen älteren Bruder Christoph gewann und Verwaltungsratspräsident wurde – 1990/91 war’s –, hat Ringier die klarste Strategie aller Medienhäuser der Schweiz. Sie heisst Wachstum im Ausland. Früher als die anderen Verleger Westeuropas investierte Ringier schon kurz nach dem Fall der Berliner Mauer in die Länder im Osten. Gut beraten von Thomas Trüb, einem Freigeist mit hohem Arbeitsethos, der eben die Wirtschaftszeitung Cash erfunden und erfolgreich lanciert hatte, analysierte Michael Ringier damals: Die Schweizer Medienbranche hat eine wenig goldene Zukunft. Kaum ein and ...