Es ist später Nachmittag, fünf Uhr vielleicht. Das Licht perfekt, zartes Gelb, dunkles Safran, schattenlos. Ideal ist auch der Ort. Ein bisschen Moor, ein wenig Morast, kein Weg, auf den man einen feinen Fuss setzt, kein zarter Strumpf im Sumpf. Dieser Pfuhl ist zwar kein sündiger, und doch: Das hohe Gras birgt Intimes, ein rares Tier womöglich – oder Marilyn Monroe.
Die Monroe als Leopardin. Sie spielt sich so, wie sie die Kamera sehen soll: als animalische Exotin, bereit, sich in jeder Umgebung das Kostüm der Verstellung überzuziehen und die Krallen in den Matsch zu schlagen, der die Umstände sind. Sie legt sich hin, sie macht sich schmutzig, uns zu gefallen. Das ist ihr Ruf. Das ...