Ich stand wie jeden Morgen vor meinem Kleiderschrank, aus dem Radio klang eine zarte Bach-Fuge, und plötzlich übernahm meine weibliche Seite, und ich dachte: so viele Kleider und doch nichts zum Anziehen.
Ich stand da, nahm eine Jeans in die Hand, legte sie wieder zurück, ein Hemd, ein T-Shirt und so weiter, alles langweilig oder zu eng, unvorteilhaft oder farblich ungeschickt. Das Überangebot liess mich unschlüssig werden, dann verzweifeln ein wenig. Das Gefühl kam auf, dass der Tag schon verloren war, bevor er überhaupt begonnen hatte. Vielleicht wäre ein Ausweg, eine Hose zu finden, die zeitlos passt, und dann fünf davon zu kaufen, dasselbe mit T-Shirts, Hemden, Unter ...