Jean-Marie Benjamin, 59, war einer der auffälligsten Opponenten der Sanktionen gegen Saddams Irak. Weil er als Franziskanerpater mit schwarzer Soutane und wallendem Haar ein starkes Bild abgab. Weil er als einstiger Mitarbeiter des Vatikans ein unverdächtiger Zeuge war. Weil er mit Büchern, Filmen und spektakulären Aktionen auf das Elend der irakischen Bevölkerung aufmerksam machte. Und weil er kurz vor der amerikanischen Invasion ein vielbeachtetes Treffen von Saddams Chefdiplomaten Tarik Asis mit Papst Johannes Paul II. einfädelte.
Heute steht Pater Benjamin, der Spätberufene aus Frankreich, der sich erst mit 45 Jahren zum Priester weihen liess, am Pranger. Als «Profiteur» des ira ...