Dem deutschen Filmgestalter ist der schnöde Durchschnittsmensch ein Gräuel. Er nimmt ihn ungern wahr und greift beherzt zu Höherem. Kommt er ihm doch mal ins Visier, so wird der kleine Mann sogleich modellhaft hochgezwirbelt, und kaum ein Zuschauer verspürt mehr die emotionale Lust, ihn als Identifikationsofferte anzunehmen.
Damit ist endlich Schluss, dank eines Regisseurs, der sein Handwerk in einer politischen Landschaft erlernte, in welcher der Nachwuchs erst mal mit der Dokumentar-Kamera den Alltag und die Menschen kennen lernen musste: in der DDR. Niemand wusste besser als der «Ossi», dass das Leben eine Baustelle ist. Andreas Dresen (39) eignete sich dadurch den scharfen und humo ...