Morgens, nach dem Aufwachen, bleibe ich unbeweglich liegen, um den Moment der Konfrontation mit dem azetylenhellen Feind hinauszuzögern. So wie mir geht es der ganzen Nation: überall gleissende Hitze, kochender Asphalt, schlaffe Blätter. Das gnadenlos harte Licht hat ganz Indien in eine kollektive Apathie gestürzt. Den Menschen ist alles egal, von Belang sind höchstens die Schweissperlen auf der Haut. Überleben setzt Geld oder die Gelassenheit eines Yogi voraus.
Ausgerechnet in einer solchen Jahreszeit war jüngst von einem Atomkrieg hier in der Gegend die Rede – in einem Tonfall, der etwas amüsant Melodramatisches hatte. Die inter-nationale Presse verbreitete düstere Schlagzeilen, ...