Eine imposante Roadshow um die halbe Welt sollte sie werden, Barack Obamas erste Auslandreise. Um dem unerfahrenen Präsidentschaftskandidaten aussenpolitisches Profil zu verleihen, wurde nichts dem Zufall überlassen. Davon zeugt das Programm: zuerst die Pflicht (der Nahe Osten), dann die Kür (Europa) mit einem furiosen Höhepunkt, dem Auftritt vor der Siegessäule zu Berlin. Bloss eine Frage blieb im Vorfeld der Reise ungeklärt: Kommt der amerikanische Messias im Flugzeug, oder wird er über den Atlantik laufen?
Während Obama mit den drei grossen US-News-Networks im Schlepptau durch Krisenherde zieht und die europäischen Seelen frottiert, darbt derweil zu Hause sein Kontrahent, John M ...