Im Westen viel Neues – auch wenn sich Aussenminister Joschka Fischer letzte Woche alle Mühe gab, die Epochenwende zum Episödchen zu schrumpfen. Rituell beschwor er beim Besuch seines Amtskollegen Colin Powell in Berlin einmal mehr das solide Wertefundament, auf dem die deutsch-amerikanischen Beziehungen ruhten. Gerhard Schröder seinerseits hängt offenbar dem Glauben an, Amerikaner seien durch nichts so sehr zu beeindrucken wie durch ihre eigenen kernigen Formeln: «Never explain, never complain!», zitierte er kürzlich einen «uramerikanischen Wahlspruch». Mit diesen Worten forderte der Kanzler die «amerikanischen Freunde» zur Versöhnung auf nach den Querelen in Sachen Irak.
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